Abgabe von Welpen zur Zucht.

Da wir sehr häufig Anfragen von anderen Züchtern nach unseren Welpen haben, welche gezielt für einen späteren Zuchteinsatz angefragt werden, mache ich mir die Mühe, einige Worte dazu zu veröffentlichen.
 
Grundsätzlich stehen wir diesem Thema offen gegenüber und unterstützen auch gerne "Zuchtanfänger".
Wir freuen uns über jede Person, die dieses Thema vernünftig (!) angeht und sich der Verantwortung, die damit einher geht, bewusst ist.
 
Leider hat uns die jahrelange Erfahrung eines Besseren belehrt...befreundete Züchter zerstreiten sich, Hunde, die signifikante, gesundheitliche Risiken tragen, werden gedankenlos in die Zucht genommen und es werden Anpaarungen gemacht, wo bereits vorhandene Risiken noch gedoppelt werden.
 
Es kann sein, dass der Züchter, der den Unsinn verzapft hat, es nicht besser gewusst hat.
Unserer Meinung nach ist das jedoch keine Entschuldigung.
Man sollte seine Hausaufgaben machen, bevor man planlos Lebewesen in die Welt setzt.
 
Die noch schlimmere Gattung sind aber die Züchter, welche sich der Risiken bewusst sind und einen Wurf trotzdem machen !
 
Dann gibt es noch die harmlosere Variante von Züchtern, die Hunde in die Zucht nehmen, die ganz einfach kein Zuchtpotential haben.
Wenn man züchten möchte, sollte man in der Lage sein, den eigenen Hund objektiv zu beurteilen !
 
Wir haben uns unsere Zucht jahrelang sehr, sehr sorgfältig aufgebaut und unser Rudel ist einzigartig !
Es steckt sehr, sehr viel Liebe, Herzblut und Passion in unserer Zucht !
 
Nicht zu vergessen, die unzähligen Flugmeilen, die wir "abgerissen" haben, um unsere Hunde zu bekommen.
Wir haben uns über die Jahre sehr wertvolle Kontakte aufgebaut und Aussies bekommen, die nicht jeder bekommt !
Darauf sind wir stolz und werden alles machen, um das zu schützen !
 
Es gilt nicht nur, unsere Zucht zu schützen....
Wir möchten auch die Menschen schützen, von denen wir unsere Hunde bekommen haben !
Denn das sind Leute wie wir....die das , was sie tun, LIEBEN und die sich einen tollen Ruf erarbeitet haben !
 
Ein simples Beispiel, um das o.g. zu verdeutlichen:
 
Person X  bekommt einen Welpen von uns und macht später einen Wurf damit oder, wenn es ein Rüde ist, stellt ihn Person Y zum Decken zur Verfügung.
 
Es kommen wunderschöne, niedliche Welpen zur Welt und alle freuen sich :-) .
2 Jahre später bekommt der erste Hund Anfälle....die Bestürzung ist groß und nach diversen Untersuchungen stellt sich heraus, daß der Hund an Epilepsie leidet !
 
Da die Menschen sind, wie sie nun einmal sind, verbreitet sich diese Neuigkeit, wie ein Lauffeuer und es heißt sehr schnell :
 
" Rockstar Aussies ?  Die haben doch Epi in ihren Linien !"
Oder:
"Der Rüde XY von den Rockstar Aussies vererbt Epilepsie !"
 
Dabei haben WIR mit dem Fiasko überhaupt nichts zu tun !
Es wurden einfach Verpaarungen ohne Sinn, Verstand und Hintergrundwissen gemacht.
 
Und exakt aus diesem Grund geben wir keine Welpen "einfach so" an Züchter oder Menschen mit entsprechenden Ambitionen ab.
Wir möchten und müssen schützen, was für uns das Wertvollste ist !
 
Wie eingangs erwähnt, stehen wir dem Thema dennoch offen gegenüber und unterstützen liebend gerne Menschen mit der richtigen Motivation.
Daher geben wir unsere Welpen, wenn sie später in die Zucht gehen sollen, ausschließlich Co-owned ab.
Das heißt, wir stehen als Mitbesitzer im Registration Certificate.
Dadurch können wir etwaige, geplante Anpaarungen unterstützen und beratend eingreifen.
Und, für uns am wichtigsten, unpassende Verbindungen verhindern !
 
Zudem wird sicher gestellt, daß die Hunde vor dem Zuchteinsatz alle notwendigen Untersuchungen durchlaufen und alt genug sind.
 
Ein weiterer, für uns extrem wichtiger Punkt, sind die Charaktereigenschaften !
Bedingt durch das Unwissen und die fehlende Sorgfalt vieler Menschen gibt es immer mehr Australian Shepherds, die Wesenszüge aufweisen, welche für uns nicht akzeptabel sind und welche, laut Rassestandard, nicht zu tolerieren sind.
Auch in diesem Punkt ist eine Kenntnis der Blutlinien, die verpaart werden, sehr wichtig und es gibt Pedigrees, die würden wir "nicht mit der Kneifzange" anfassen ;-) .
 
Wir sind sehr stolz auf unsere "Baby Rockstars", die sich durch Leichtführigkeit, einen liebenswerten Charakter, ihre hohe Intelligenz und viel "will to please" auszeichnen !
 
Leider fällt aber auf, daß es generell immer mehr hyperaktive, ängstliche und sogar agressive Aussies gibt, die von ihren Menschen abgegeben werden, weil sie damit nicht mehr zurecht kommen !
Wir finden das beängstigend, weil der Aussie, wenn er korrekt gezüchtet und aufgezogen wird, so NICHT ist !
 
Es gibt noch weitere Gründe, warum wir unsere Baby`s nicht "einfach so" mit Zuchtfreigabe verkaufen aber die oben aufgeführten sollten bereits ausreichen, unsere Motivation zu erklären :-) .
 
Menschen, die später einmal züchten möchten und unsere Philosophie teilen, werden sich durch eine Co-ownerschaft nicht abgeschreckt fühlen, sondern sie begrüßen.
Wir wissen auch nicht alles :-) aber haben im Zweifelsfall unsere Mentoren, deren Rat wir dankbar annehmen.
Denn es geht nicht darum, sich persönlich zu profilieren, sondern gesunde Hunde zu züchten, die einen einwandfreien Charakter haben !
 
Trotz aller Bemühungen bleibt immer ein Restrisiko aber dieses liegt deutlich unter dem, was unbedachte Verpaarungen aufweisen...
 
Die gleichen "Regeln" gelten übrigens für Anfragen zu unseren Deckrüden.
Wir freuen uns über jede Anfrage aber haben schon zahlreiche abgelehnt.
Wir geben unsere Jungs nicht für riskante Anpaarungen her und erklären den Interessenten auch detailliert, warum das so ist und wo genau im Einzelfall die Risiken liegen.
 
In der Vergangenheit haben wir sehr oft erlebt, daß die Besitzer der Hündinnen dann beleidigt waren, unseren Aussagen keinen Glauben geschenkt haben und ihre Hündin trotzdem in die Zucht genommen haben.
Jeder, wie er will aber eben nicht mit unserer Unterstützung !
 
Lieber verzichten wir auf eine "Decktaxe", als unnötige Risiken einzugehen....
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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