Es ist ein heikles Thema aber ich will und werde offen damit umgehen:
Eine unserer Nachzuchten aus Gadget und Ginger aus dem Jahr 2009 hat leider Epilepsie !
Der Hund ist medikamentös eingestellt und es geht ihm gut - dennoch ist das Ganze für mich persönlich ein absoluter Alptraum !
Ich denke, dass es über den Rüden kommt, da er mit zwei anderen Hündinnen (völlig anderes Pedigree!) ebenfalls Epi produziert hat !
Meine erste Konsequenz ist, meine Shiva (Tochter von Ginger) nicht in die Zucht zu nehmen, obwohl eigentlich im Herbst ein Wurf mit ihr geplant war!
Der Erbgang ist noch immer nicht geklärt und mir ist das Risiko daher viel zu hoch.
Meine persönliche Empfindung ist, dass ein Deckpartner reicht, um das Ganze auszulösen und meine Beobachtungen über die letzten Jahre sprechen die selbe Sprache aber es ist nicht wissenschaftlich erwiesen.
Ich unterstütze seit Jahren (finanziell) die Forschung, die hart daran arbeitet, die Hintergründe dieser heimtückischen Krankheit herauszufinden.
Wir sind Mitglied des "10 Steps Programs", von Toby´s Foundation, der Yahoo Epigenes Group u.v.m. - ebenfalls haben wir selbstverständlich bereits Seminare zum Thema Epilepsie besucht und entsprechende Literatur gelesen.
Da der Erbgang bisher nicht geklärt ist, kann man momentan züchterisch noch nicht dagegen arbeiten was allerdings auch daran liegt, dass die meisten Züchter das Thema totschweigen!
Es gibt bekannte Vererber von Epilepsie, die in den meisten Pedigrees unserer Aussies vorhanden sind und darauf achte ich bei meinen Wurfplanungen extrem.
Züchter, die Nachzuchten mit Epilepsie verschweigen, machen das Vorankommen sehr , sehr schwierig, da man natürlich nur das bewerten kann, was bekannt ist!
Die EpiGenes Liste, zum Beispiel, umfasst lediglich knapp 180 Einträge von gemeldeten Fällen der Rasse Australian Shepherd WELTWEIT, was mehr als fragwürdig ist. Die Dunkelziffer liegt hier sicherlich viel, viel höher !
Züchter scheuen sich, ihre betroffenen Nachzuchten zu melden, da man befürchtet, dadurch den Ruf zu bekommen, kranke Hunde zu züchten.
Das absolute Gegenteil ist der Fall !
Wenn ich Epilepsie in meinen Linien habe, und das verschweige, mache ich die Rasse Australian Shepherd kaputt und für die wenigen, seriösen Züchter wird es immer schwieriger, einen Wurf ordnungsgemäss zu planen.
Wir haben eine grosse Verantwortung als Züchter - in erster Linie züchten und verkaufen wir "Familienhunde" - die Familien haben am Ende den Schmerz und die Sorge um ihren geliebten Hund !!!
Leider nehmen die unseriösen Züchter das billigend in Kauf - hauptsache, die Kasse klingelt :-(
C.A. Sharp, eine bekannte Genetikerin in den USA, sammelt seit Jahren Information der Rasse Australian Shepherd und jeder Züchter hat die Möglichkeit, das Pedigree seines Hundes dort auswerten zu lassen. Die Auswertung erfolgt nach einem Punktesystem, ein Indiz dafür, wie hoch das Risiko des betreffenden Hundes in Bezug auf die jeweilige Krankheit ist (Epi, Katarakt, Allergien, HD u.s.w).
Leider kann C.A. Sharp auch wieder nur die Daten analysieren, die ihr bekannt sind.
Selbstverständlich haben wir ihr den Fall unserer Nachzucht zur Info für ihre Recherchen weitergegeben. Ebenfalls haben wir den Fall auf der EpiGenes List veröffentlicht.
Wir haben die Besitzer gebeten, Blutproben des Hundes in die USA zu senden, damit die Ergebnisse in die dortige Forschung einfließen können.
Letztes Jahr haben wir bereits Blutproben unserer Maya in die USA geschickt, da man dort auch immer Blut von Aussies sucht, die älter als 10 Jahre sind und NICHT betroffen sind.
Wir appellieren an alle Aussie Züchter, die Ergebnisse ihrer Nachzuchten zu veröffentlichen - nur so kann es irgendwann die Möglichkeit geben, züchterisch dagegen zu wirken!
Das sind wir der Rasse und den Besitzern unserer Welpen mehr als schuldig!
Ihr seid keine schlechten Züchter, wenn es Epi in Euren Nachzuchten gibt - züchterisch kann das jedem passieren, leider !
Ihr seid aber schlechte Züchter, wenn Ihr es verschweigt oder nicht Eure züchterischen Konsequenzen daraus zieht und mit betroffenen oder extrem risikobehafteten Hunden weiter züchtet...
Unsere tolle, heissgeliebte Rasse wird über kurz oder lang den Bach hinuntergehen, wie es schon bei vielen, anderen Rassen der Fall war...!
Hallo Chris,
AntwortenLöschendas ist ja keine schöne Nachricht für euch.
Aber ich finde es gut, dass Du da so offen mit umgehst, habe ich aber auch nicht anders erwartet :-)
Nun gibt es ja aber auch noch andere Ursachen für die Epilepsie, das ist hoffentlich in Abklärung. Allerdings ist es sicherlich eine gute Entscheidung das Risiko der Vererbung erst einmal auszuschließen.
Ich finde, an Deinem Verhalten können sich andere Züchter ein Beispiel nehemn. Dann wäre viel gewonnen, und das Vererbungsrisiko könnte gezielt minimiert werden.
Mach weiter so, und wir freuen uns auf die kleine rote Maus!
Herzliche Grüße aus Hagen
Eugen
Liebe Chrissy
AntwortenLöschenEs tut mir sooo leid für die Besitzer und natürlich dich als Züchter. Ein sehr sehr trauriges Los! Dem armen Hundi alles Gute von mir <3
-- Zum Thema habe ich diegleiche Einstellung, das weißt du ja....